Mitarbeiterporträt Dr. Jens Kendziorra

Seit 2006 ist Dr. Jens Kendziorra beim Förderverein dabei. Er und Dr. Reißmann lernten sich bei ihrer Promotion an der TU Dresden kennen und blieben in Kontakt. Jens Kendziorra war viele Jahre in einem Forschungsinstitut für medizinische Diagnostik im Bereich Informationstechnik tätig, bevor er nach der Wende die Zweigstelle eines Stuttgarter Ingenieurbüros für Bauphysik übernahm. Da war vieles neu für ihn, aber er biss sich durch und gab mit 50 Jahren noch einmal richtig Gas. Als Jens Kendziorra nach krankheitsbedingtem Renteneintritt „die Decke auf den Kopf fiel“, musste er nicht lange zur Mitarbeit im Förderverein überredet werden. Der studierte Physiker, der sich stark zu Akustik und Elektronik hingezogen fühlte und hier auch zum Dr.-Ing. promoviert hatte, war genau der Richtige für die AG Technik des Fördervereins.
Neben der Bausanierung ging es dem Förderverein von Beginn an auch um die kulturelle Wiederbelebung des Hauses im Sinne des Lingner-Testaments von 1916. Regelmäßige Veranstaltungen auf der Baustelle sollten der Weg dorthin sein.

Die technische Betreuung dieser Veranstaltungen gehört zu den Hauptaufgaben der AG Technik, deren Leitung Jens Kendziorra übernahm, unterstützt durch Hartmut Knaak, Burkhard Brandt sowie eine Reihe weiterer Mitstreiter. Anfangs war dabei viel Improvisation gefragt, wie Heizung betreuen, Kabel verlegen, Beleuchtung einrichten, Möbel rücken, Reinigungsarbeiten, Schließdienst etc. – man war für alles zuständig, außer für den künstlerischen Inhalt.
Im Ostflügel nahm die Freitagsreihe „Kleinkunst mit Panoramablick“ schon 2006 ihren Anfang, und nach und nach füllten sich die Zuschauerreihen, wuchs das Interesse am Lingnerschloss. Heute muss sich die AG Technik unter der Leitung von Jens Kendziorra „nur noch“ um die technische Absicherung kümmern. Verstärkt wird die AG inzwischen durch Ulrich Backe, Dr. Peter Dramm, Gunter Jeremias, Horst Kalbas und Andreas Glaser. Weite Mitarbeiter werden in dem Maße benötigt, wie sich neue Veranstaltungsformate etablieren und neue Räume fertig gestellt werden.
„Mit dem Kinosaal hat die AG Technik eine neue große Herausforderung angenommen, die uns stark beschäftigt, denn noch läuft es nicht so, wie erwartet“, meint Jens Kendziorra. Was haben sie geübt und nochmals geübt, manchmal auch am Wochenende, bis die anspruchsvollen Abläufe „saßen“.
„Ich habe den Ehrgeiz, die Technik – auch mit Hilfe der Lieferfirma – so weit zu optimieren, bis ein klarer, reiner Klang und eine gute Verständlichkeit erreicht sind“, verspricht Jens Kendziorra.

Dafür wünschen wir ihm und seinem Team viel Erfolg!